Gott als Biobauer
(vgl. Mt 13,24-39)
GOTT ist wie ein Biobauer! Wenn ER schon das Unkraut, das in böser Absicht gesät worden ist, nicht ausreißen lässt sondern bis zur Ernte stehen lässt, dann will GOTT auch nicht, dass mit Pestiziden und Gentechnik Monokulturen herangezogen werden. Aber wünschen wir Menschen uns nicht oft Monokulturen? Alle sollen eins sein, mit meiner Meinung, mit meiner Sichtweise? Vielleicht wächst auf diesem Feld nicht nur echtes Unkraut, das in böser Absicht gesät wurde, sondern auch Beikraut, das kaum vom Unkraut zu unterscheiden ist, dessen Bedeutung und Vorteile wir oft nicht erkennen und das der Schöpfung Gottes entspringt. Und wenn sowieso alles bis zur Ernte stehen bleibt, muss ich dann andere Menschen beurteilen?
Ich kann mir gut vorstellen, dass GOTT ein Liebhaber von Mischkulturen ist. Ich kann mir vorstellen, dass GOTT es liebt, wenn Hafer, Weizen und Roggen bunt gemischt auf dem Feld stehen. Ich glaube nicht, dass GOTT will, dass es ein extra Weizenfeld, ein extra Roggenfeld und ein extra Haferfeld gibt. Wozu?
Diese Felder werden nicht mit einem Mähdrescher geerntet.
Nein,
es werden nicht alle über einen Kamm geschoren. "Hauptsache
schnell und rationell und es kratzt niemanden, wenn einige Körner
zurückbleiben." - Nein, ich bin überzeugt, diese Felder werden
am Ende der Zeiten händisch abgeerntet. Halm für Halm, Kraut für
Kraut. Jeder Halm und jedes Kraut wird einzeln in die Hand genommen
und von GOTT selbst geprüft.